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- Geschrieben von Frank Schumann
Positive Bilanz von Landesverwaltungsamt-Chef – Weniger Geld absehbar
HALLE. Trotz inzwischen ausgegliederter Schulverwaltung bewegte Sachsen-Anhalts Landesverwaltungsamt (LVwA) in diesem Jahr bei Fördermitteln und Transferleistungen ein Finanzvolumen (1,34 Milliarden Euro), das nur geringfügig unter dem Betrag von 2011 (1,37 Milliarden Euro) lag. Doch künftig werde sich unser Bundesland wohl auf weniger Fördergeld von EU und Bund einstellen müssen, kündigte LVwA-Präsident Thomas Pleye (CDU) am Freitag vor der regionalen Presse an.
Denn die aktuelle EU-Strukturfonds-Periode endet im nächsten Jahr und werde für die Jahre 2014 sowie 2015 allenfalls nur noch einige positive Nachfolgeeffekte mit sich bringen. Dagegen werde die neue EU-Strukturfonds-Periode (2014-2020) für Sachsen-Anhalt „absehbar weniger Geld“ bringen, so Pleye.
Rückblickend sprach der Chef der Landesverwaltung von einem kontinuierlichen Anstieg der in den vergangenen Jahren ausgereichten Fördermittel. In der Statistik würde nur die 2006er Bilanz über den aktuellen Zahlen rangieren, was mit dem Auslauf der damaligen Förderperiode zu begründen sei.
Allein die vom LVwA in diesem Jahr ausgereichten Fördermittel belaufen sich auf ein Volumen von 525 Millionen Euro (2011: 539 Millionen Euro). Mit Abstand das meiste Geld sei dabei laut LVwA-Chef Pleye in den Städte-, Wohnungs- und Schulbau geflossen.
An dem Finanzstrom von EU und Bund sollte sich auch in den nächsten zwölf Monaten noch nicht allzu viel ändern, erwartet Thomas Pleye doch für das Jahr 2013 noch keinen Einbruch der zufließenden Gelder, da die entsprechenden Finanzmittel im aktuell laufenden Zeitraum der EU-Strukturfonds-Periode verbindlich festgelegt sind.
Einen deutlichen Einbruch könnte dann aber das Jahr 2014 bringen – zumal der Beginn einer neuen Förderperiode erfahrungsgemäß erst einmal durch die Antrags- und Genehmigungszeit weniger Geld fließen lasse.
Neben der aktuellen Fördersituation sprach der LVwA-Chef am Freitag auch über die aktuelle Entwicklung der Stiftungslandschaft in Sachsen-Anhalt sowie über die Situation der erneuerbaren Energien im Land. Darüber wird SN in der ersten Ausgabe des neuen Jahres berichten.