Altmark-Autobahn schon vor über 75 Jahren geplant
- Details
- Erstellt am Samstag, 11. Februar 2012 19:23
- Geschrieben von Christian Wohlt
MAGDEBURG. Bereits in den 1930er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war eine Autobahn geplant, die den wirtschaftsstarken mitteldeutschen Raum mit den Häfen an der Küste verbindet. Die Strecke sollte von Leipzig über Halle und Magdeburg, wo sie über ein Autobahnkreuz an die 1935 eröffnete heutige A2 angebunden werden sollte, Richtung Hamburg führen. Erste Arbeiten waren bereits in Angriff genommen.
Der Abschnitt von der Anschlussstelle Halle-Peißen bis Leipzig Ost wurde 1936 fertiggestellt. Die Weiterführung Richtung Magdeburg war bereits projektiert und die ersten Bauten dafür errichtet. Bis Ende der 1990er Jahre markierten bei Irxleben Fundamente für Brückenbauwerke den Streckenverlauf. Außerdem war die Fortführung der Strecke über Lüneburg nach Hamburg vorgesehen. Der Krieg unterbracht Arbeiten und Planungen.
Erst 1970/1971 wurde der Abschnitt von Leipzig (Ost) bis zum Autobahndreieck Nossen (A4) übergeben. Auch zu DDR-Zeiten sollte es eine Autobahn von Magdeburg nach Halle geben. Die sollte allerdings östlich um Magdeburg verlaufen und bei Burg an die A2 angebunden werden. Eine Nordverlängerung war nicht vorgesehen. Das Projekt blieb in der Schublade. Nach der Wende wurde das Thema A14 wieder aktuell. Auf neu projektierter Linie wurde zwischen 1996 und 2000 die Autobahn von Halle-Peißen bis nach Dahlenwarsleben gebaut, um die Strecke später Richtung Hamburg weiter zu führen. Die folgenden Planungen ergaben aber einen anderen Trassenverlauf.
In der Verkehrsuntersuchung Nord-Ost (VUNO) wurden 1995 verschiedene Varianten der Weiterführung untersucht. Die so genannten X-Variante, die den Verlauf von Magdeburg nach Lüneburg vorsah, während die A39 nach Schwerin verlängert werden sollte, fand keine Zustimmung. Die parallele Verlängerung der A14 von Magdeburg nach Schwerin sowie der A39 nach Lüneburg und die Verbindung beider Strecken durch eine neue Bundesstraße (Hosenträger-Variante) sei laut Studie ökonomisch für die Entwicklung der Region sinnvoller.
Im Juli 2002 verständigten sich die Verkehrsminister der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit dem Bundesverkehrsminister auf diese Variante als Vorzugslinie. Dieses Konzept wurde vom Bundeskabinett mit seinem Beschluss zum Bundesverkehrswegeplan am 2. Juli 2003 bestätigt. Für die Vorzugsvariante wurde das Raumordnungsverfahren im April 2004 eröffnet und im Oktober 2004 abgeschlossen. Die Bestimmung der Linienführung erfolgte am 12. April 2005. Auf der Grundlage der Linienbestimmung werden die Detailplanungen für die einzelnen verkehrswirksamen Teilabschnitte erarbeitet.




