Bauen und Leben in Halles Osten
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- Erstellt am Samstag, 18. Februar 2012 21:30
- Geschrieben von Frank Schumann
Bürgerforum: Kritik an Baumaßnahmen und Lärmbelastung
HALLE. Auf dem Weg zu einem modernen Stadtgebiet tut sich in Halles Osten sehr viel. Allerdings sorgen die vielen und teils recht langwierigen Baumaßnahmen längst nicht nur für ungeteilte Freude und Zustimmung. Dies zeigte am Mittwochabend auch das vierte Bürgerforum Halle-Ost in der Sporthalle der Grundschule Büschdorf.
Es gab viel Gesprächsbedarf – immerhin rund dreieinhalb Stunden – und mit Michael Schädlich einen (bewährten) Moderator, der zwar stets zeitlich mahnte, aber keinen Fragesteller unverrichteter Dinge auf den Heimweg entließ. Der thematische Schwerpunkt des Abends zeichnete sich schon im Rechenschaftsbericht von Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD) ab. Denn darin ging es fast ausschließlich um bauliche Maßnahmen und Vorhaben – von der Delitzscher, über Otto-Stomps- und Fiete-Schulze- bis hin zur Berliner Straße; von der neuen Turnhalle der Grundschule Büschdorf über die Haupterschließungsstraße Halle-Ost (HES/Osttangente), den Güterbahnhof (neue Zugzusammenstellanlage) und das neue Messehandelszentrum in Bruckdorf bis zu den schon Dauer-Anwohner-Belastungen aus der Luft (Fluglärm) und aus dem Boden (Vernässung).
All diese Themen bewegen die im Osten wohnenden Menschen, weshalb Uwe Stäglin (SPD), Beigeordneter für Planen und Bauen, am Mittwoch fast unter Dauer-Fragebeschuss stand. Nicht immer, insbesondere beim Thema HES, schienen die gegenseitigen Positionen für Detailunkundige nachvollziehbar. Für den Austausch unterschiedlicher Ergebnisse und Ansichten zu Berechnungen, Kalkulationen sowie technischen Daten ist solch ein Bürgerforum aber auch absolut ungeeignet. Und so war die Dauerstreitfrage zwischen Stadt und Bürgerinitiative, ob im vierten und letzten Bauabschnitt eine Brücke (Stadt) oder einen Tunnel (Bürgerinitiative) geeigneter ist, hier natürlich nicht aufzulösen.
Neben den Negativ-Begleitumständen der Langzeitbaustellen (Schmutz und Lärm) gehörten vermeintlich unnötige Baumfällungen zu den besonders emotional diskutierten Themen des Abends. Uwe Stäglin schloss mögliche Fehler beim Vorgehen in der Otto-Stomps-Straße zwar nicht aus, wollte daraus aber noch keine planerischen Änderungen für die Fiete-Schulze-Straße ableiten. Ein in Auftrag gegebenes Gutachten werde derzeit ausgewertet.




