„Gemeinsam statt einsam“
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- Erstellt am Samstag, 11. Februar 2012 19:14
- Geschrieben von Martin Schramme
Mösthinsdorfer Heimatverein organisiert Leben für Jung und Alt
MÖSTHINSDORF. In der nordöstlichen Ecke des Saalekreises liegt Mösthinsdorf. Die Wenigsten dürften diesen Ortsteil der Gemeinde Petersberg kennen. Doch die Mitglieder des Mösthinsdorfer Heimatvereins sind mächtig ausgeschlafen und sorgen dafür, dass in ihrem Mokchen was los ist.
Vielfältig sind die Aktivitäten. Kultur- und Informationsveranstaltungen werden organisiert. Außerdem wurde eine Bürgerarbeitsstelle eingerichtet. Bettina Sudhoff ist seit Anfang des Jahres als Bürgerarbeiterin beim Mösthinsdorfer Heimatverein tätig, berichtet der Vereinsvorsitzende Ronny Krimm stolz. „Wir möchten so einen Beitrag dazu leisten, dass ein besseres, harmonischeres Miteinander aller Generationen in unserem Ort hergestellt wird.“ Jung und Alt könnten sich so viel gegenseitig geben.
Das Bürgerarbeitsprojekt habe vielfältige Inhalte. So sollen Senioren im Alltag begleitet und wieder stärker in die Dorfgemeinschaft eingebunden werden. „Wir möchten verhindern, das jemand sich in unserem Ort einsam fühlt“, so Krimm. Außerdem solle durch Besuche, Gespräche und Veranstaltungen Kontakt mit den Menschen aufgenommen werden. Es gehe darum, Isolation zu vermeiden. Nicht zuletzt Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die zum Beispiel im Rollstuhl sitzen, sollen sehen, dass sie nicht vergessen werden, ob es nun um kulturelle Veranstaltungen, Spaziergänge, Einkäufe oder Behördengänge geht.
Aktuell arbeitet der Heimatverein daran, weitere Gruppen und Institutionen für die Zusammenarbeit zu gewinnen. So gibt es laut Krimm Gespräche mit der Volkshochschule Saalekreis, um Angebote auch nach Mösthinsdorf zu holen. Ein Abend zur Osterfloristik soll der Auftakt sein.
In den Räumen des Heimatvereins finden Spieleabende statt und ein Nachmittagsschwatz für die Einwohner. Am 8. März soll der nächste Nachmittagsschwatz zum Frauentag stattfinden. Ein Vortrag zum Thema „Venenerkrankungen“ ist für den 26. April geplant, ein Abend unter anderem über die Patientenverfügung für den 21. Mai. Im Juni soll es in Zusammenarbeit mit „Devils Stone Alpacas“ aus Sennewitz ein kleines Familienfest geben.
In die Initiative „Gemeinsam statt einsam“ ist auch der Mösthinsdorfer Heimatchor eingebunden. Unter Leitung von Mandy Schumann aus Gollma probt er 14-tägig im Vereinsraum. Sangesfreudige können jederzeit gern dazu kommen und mitsingen. Die nächsten Chorproben finden am 14. und am 27. Februar jeweils um 18.45 Uhr in der Bäckergasse 4a in Mösthinsdorf statt.
Bereits fest geplant für dieses Jahr hat der Mösthinsdorfer Heimatverein zwei Konzerte. Am 9. Juni soll das Duo „Capriccio“ mit seinen besten Ostrock-Klassikern im Programm „Wer die Rose ehrt“ in der Kirche Mösthinsdorf begrüßt werden und am 16. September wird der hallesche Gospelchor „Joy’n’us“ im Ort erwartet. Geplant ist auch ein Irish Folk Konzert sowie ein Weihnachtskonzert mit Karin Busse.
Weiterhin mitwirken will der Mösthinsdorfer Heimatverein an der Sanierung, Renovierung und Instandsetzung der Kirche Mösthinsdorf und das Kirchspiel unterstützen. Viel sei dort zu tun, so Krimm gegenüber SN. Konnte der Verein bereits bei der Instandsetzung der Orgel helfen, so will er nun mit dafür sorgen, dass die zweite Glocke, ein Fabrikat aus dem 14. Jahrhundert, wieder erklingen kann. Sie hat einen Riss und kann deshalb momentan nicht geläutet werden.




