Frost fordert alle Kräfte
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- Erstellt am Samstag, 11. Februar 2012 19:11
- Geschrieben von Martin Schramme
Wettermann bestätigt Extremwerte – Fontäne-Eis freigegeben
HALLE. Tagelanger strenger Frost in Halle und im Saalekreis, teilweise mit Rekordwerten, hat zu einigen Problemen geführt. Wintersport- und Naturfreunde hingegen sind begeistert, zumal die Stadt die „Fontäne“ freigegeben hat.
Die Kälte hat etliche Gewässer zufrieren lassen, in Halle unter anderem die Fontäne auf der Ziegelwiese. Bis zu 20 Zentimeter dickes Eis wurde von der Feuerwehr gemessen. Daher hat die Stadt die Fläche inzwischen freigegeben.
Bei Frostschäden an Leitungen oder Wasserzählern hilft in Halle der 24-Stunden-Entstördienst der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft (HWS), der rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0345 / 581 61 11 zu erreichen ist. Wie es zu Frostschäden kommen kann, erklären Mitarbeiter der Firma Rohrbau Halle: Frost führt zu Bewegungen im Erdreich, was Rohrleitungen verdrängt und beschädigt. Im Verlauf einer Frostwoche wurden in Halle und Umland rund 30 Rohrschäden gemeldet. Betroffen war unter anderem die Südstraße. Ein Rohr war dort gerade repariert, da gab es Probleme mit einem weiteren, so Tiefbauer Hans-Jürgen Wölbing gegenüber SN.
Während in diversen Internetforen wieder heftig gestritten wurde, ob es sich um normale oder extreme Wintertage handelte, bestätigte Wettermann Jurik Müller vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig, dass es Rekordwerte gab. Zwar blieb der absolute Winterrekord in Halle vom 11. Februar 1929 mit minus 27,1 Grad Celsius unangetastet, doch die Morgenstunden des 6. und 7. Februars haben es geschafft, in den Wetter- und Extremwert-Aufzeichnungen seit 1901 die Spitzenplätze zu belegen. In Halle-Kröllwitz zeigte das Thermometer am kältesten Tag, dem 6. Februar, minus 22,1 Grad Celsius. Der bisherige Rekord von 1917 wurde klar unterboten. Sehr kalt war es auch im Saalekreis. An der Wetterdienst-Station an der Mühle Lodersleben (Querfurt) wurden am 6. Februar minus 23 Grad Celsius gemessen. In unmittelbarer Bodennähe herrschten sogar klirrekalte minus 28 Grad Celsius.




